Mit dem Turnverein begann am 27.08.1900 das sportliche Vereinsleben in Thalfröschen. 28 Anhänger des Turngedankens, darunter Georg Sauer, liebe- und respektvoll de Sauerschorsch genannt, als 1. Vorsitzender und Männer wie August Rothaar, Ludwig Schütz, um nur einige zu nennen, wurden im Gründungsprotokoll erwähnt.
ImageNach dem 2. Weltkrieg war es besonders Ludwig Franzreb und Jakob Bachmann zu verdanken, dass der Verein nach den Kriegswirren zu neuem Leben erwacht ist. Legendär ist aus dieser Zeit die weit über unsere Region bekannte 4x100 m Staffel in der Besetzung Heckelsmiller, Roß, Albert Schatzmann und Ernst Kettenring, mit einer Bestzeit von 43,6 Sekunden und schon damals galt der Spruch, den man sich in der heutigen Zeit mehr denn je zu Herzen nehmen sollte: "Grosse Werke gedeihen nur durch Einigkeit".
1929 wurde in unserem Ort ein neuer Verein aus der Taufe gehoben, der Sportverein, als reiner Fussballclub. Der 1. Vorsitzende Oskar Schütz, Ernst Balzer, Karl Allspach, Albert Wick und Willi Rothhaar prägten diesen Verein. Auch schon damals gab es gute Fußballer und die Älteren unter uns erinnern sich noch gerne an de Gramm, de Hille Schwaddel, de Sack oder an geniale Fußballer wie Albrecht und Ernst Sauer oder an den bis lange nach dem 2. Weltkriegnoch aktiven Fußballer Emil Rung. Bedingt durch die Opfer des 2. Weltkriegs, der große Lücken in den Reihen der Aktiven gerissen hat, kam man zu dem weisen Entschluss, beide Vereine den Turn- und Sportverein zusammenzulegen und so entstand in einer Gründungsversammlung am 05.08.1950 der TUS Thalfröschen. Ludwig Franzreb wurde 1. Vorsitzender und mit Willi Rothhaar kam als 2. Vorsitzenderein Mann ans Ruder der lange Jahre den Verein geprägt hat. Der Fußballsport wurde in dieser Zeit auf dem Sportplatz im Langental ausgeübt und ich erinnere mich noch lebhaft an unseren damaligen Torwart Emil Franzreb (Mausche), der für uns �Junge� mit seinen Eskapaden immer ein Erlebnis war. Turnerisch war eine magere Zeit und nur die Höhn-Zwillinge, ihr Bruder Herbert, Heinz Faust und Franz Ziehl waren übrig geblieben.

Image Bei den Leichtathleten ist Franz Ziel und vor allem die �Erbs� Erich Allspach, als unseren �Wunderläufer� auf den langen Strecken zu nennen. Inzwischen hatte der Verein seinen Standort vom Langental auf die Platte verlegt, die wesentlich großräumiger war und mehr Möglichkeiten bot. Fußballerisch ging es aufwärts und 1954 gelang einer Truppe die Meisterschaft in der C-Klasse, die mir unvergessen bleibt, hatte sie doch mit den Grünnagels, den Gebr. Höhn, dem �Ka� Edgar Sauer, �Pännche�  Werner Rothaar, Herbert Sauer, Ewald Rothaar, Werner Wagner, und Fritz Feldheiser, Spieler in ihrren Reihen, die, würden sie in der heutigen Zeit spielen, mindestens Verbandsligaformat hätten. Wenn man das Schuhwerk und die Platzverhältnisse in der damaligen Zeit bedenkt, dann muss man die Leistungen dieser Spielergeneration besonders hoch einschätzen. Der damalige Spielleiter Adolf Roos, obwohl immer etwas brummig und unser damaliger 1. Vorsitzender Willi Rothhaar konnten stolz auf ihre Mannschaft sein.

Junge Spieler rückten nach und unter der Führung des genialen Spielmachers Erich Dubois wäre 1957 fast der Aufstieg in die A-Klasse gelungen. Hans Schatzmann, Karl Anton, Bruno Königsmann, Armin Pfeifer, Erhard Scheid und Ino Kurz ließen Hoffnung für die Zukunft keimen. Sie waren es auch, die mit den neu eingebauten Spielern Edwin und Eckart Rothhaar, sowie dem souveränen Torhüter Werner Weiser, die Pokalmeisterschaft der C-Klasse gewann und in die B-Klasse aufstiegen. Gustav Hartl war ein strahlender Spielleiter. Karl Gölter kam als 1. Vorsitzender und mit und durch ihn ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung. In einer alten Holzbaracke, die hauptsächlich durch seine Arbeit wohnlich gemacht wurde, wurde ein Wirtschaftsbetrieb eingerichtet und somit erstmalig ein eigenes Vereinsheim geschaffen. Auch die Idee, die später entstandene Kleinturnhalle zu bauen, kam von ihm.

Image Sportlich kam eine lange Durststrecke, obwohl der Verein mit Theo Ziegler, Fritz Litzenberger, Gerhard Käfer, Edmund Volkery, Eckhard Weis, Herbert Lehn, Lothar Faust u.a. gute Fußballer vorzuweisen hatte. Dagegen war die Jugendarbeit unter der Leitung des unvergessenen Bodo Schang vorbildlich und von Erfolg gekrönt. 1967 kam ein Mann mit unermüdlichem Einsatz und Ausdauer an`s  Ruder und führte den Verein, mit kurzer Unterbrechung zum Erfolg. Zusammen mit Architekt Klaus Gölter, der übrigens im Gespann mit Walter Schuhmann, auch hervorragende Arbeit als Spielleiter geleistet hat, und Hermann Schütz als Oberpolier und manchmal vielen Helfern, gelang Trieschmann der von Karl Gölter angeregte Bau einer Kleinturnhalle. Ein Wechsel an der Spitze mit dem Dreiergestirn Karl Fischer, Peter Hemmerling und Erhard Scheid leitete einen sportlichen Höhepunkt ein. Er begann mit der Verpflichtung  von Spielertrainer �Auter� Karlheinz Demmere vom FC Rodalben. Der vorhandene kleine Spielerkader wurde �mit Hilfe� eines kleinen Sponsorenkreises, mit den �Fremden� Willi Weishaar, Wolfgang Bohrer und Martin Tretter gezielt ergänzt. Der �Auter� verstand es vortrefflich diese Spieler einzubauen und zusammen mit unseren einheimischen Buben gelang ihm auf Anhieb die Meisterschaft in der C-Klasse. Im folgenden Jahr wurde die Runde mit dem 2. Platz abgeschlossen und damit die Meisterschaft nur knapp verfehlt. Kurt Balzer hat in dieser Zeit als Spielleiter hervorragende Arbeit geleistet. Das war die legendäre�Kosmos-Zeit�, die uns viele Neider und Kritiker gebracht, aber auch, und ich denke daran gerne zurück, viel Freude und dem Verein alles andere als Nachteile beschert hat, gelang doch nach Abgang der fremden Spieler ein nahtloser Neuanfang mit jungen Talenten aus den eigenen Reihen. Mit dem Zusammenschluss der beiden Vereine VFL Thaleischweiler und dem TUS Thalfröschen, einer reinen Vernunftehe, beendet der Verein sein Eigenleben. Gedankt sei an dieser Stelle allen Helfern, lassen sie mich dabei Alex Bold, Kurt Rothhaar und Karl Fischer, Bodo Schang, Gerd Schatzmann und besonders auch Brita Litzenberger, stellvertretend für alle erwähnen, die in den letzten Jahren den Verein unterstützt haben. Besonderen Dank aber gebührt den ehemaligen Vorsitzenden, Adolf Trieschmann, und den leider schon verstorbenen Karl Gölter, Willi Rothhaar.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen